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Elija
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Heimat:
Graz, seit 2009 Wien. Ich mag Graz, ehrlich. Ich mag Wien aber mehr. Auch ehrlich.

Erfolg:
Ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren. Du kannst noch so talentiert sein, aber realistisch gesehen braucht es auch eine gehörige Portion Glück und Menschen, die an dich glauben, dich unterstützen, dir Türen öffnen.

Türöffner:
Als ich 2007 den ‚Mozartino‘ gewann durfte ich mit dem Wiener Pop-Produzenten Martin Kromar ins Studio. Martin und mich verbindet heute eine tiefe Freundschaft, aber anfangs gab es natürlich auch die eine oder andere kreative Meinungsverschiedenheit. Er und Florian Cojocaru von Echopilot haben mir jedenfalls enorm dabei geholfen, den Fuß in die Türe der Wiener Musikszene zu bekommen.

Stolz:
Sollte kein füchtiges Gefühl sein, aber es braucht eben auch hier Maß und Ziel. Wenn etwas funktioniert, dann sollte man auch bewusst stolz auf die eigene Leistung sein. Klar war ich enorm stolz, als ich 2008 den ‚Local Heroes‘ gewonnen habe und in Radio Soundportal auf und ab gespielt wurde. Nach dem Austrian Newcomer Award 2009, als ich ‚Best Act U21‘ wurde, hab ich dann vielleicht ein bisschen abgehoben. Das war zu viel des Stolzes. Die kreative Pause danach war wichtig, um wieder auf den Boden zu kommen.

Solo-Sein:
Privat – logischerweise – mal mehr, mal weniger angenehm. Rein professionell betrachtet ist es so etwas wie mein Mantra, in jeder Hinsicht alleine – und damit selbstbestimmt – zu arbeiten, wodurch ich sowohl die Rolle des Artists – als Sänger und Songwriter – als auch die des Produzenten – als musikalischer Leiter des Projektes – vereinte, was in der Popbranche oft anders aussieht. Im „Normalfall“ gibt es da auf der einen Seite den Künstler, die Stimme, das mediale Aushängeschild; und auf der anderen Seite ein Team an Produzenten und Songwritern, die aus einem Vocal Recording dann einen fertigen Song machen. Diese Art des fremden kreativen Stempels passte einfach nicht zu mir und meiner Musik. Es gibt einige wenige
große Künstler – etwa Prince, Bruno Mars oder Lenny Kravitz – die ebenfalls nicht nur Musiker sind sondern auch selbst produzieren. Das habe ich immer sehr bewundert und es deshalb bei ‚Beautiful But Incomplete‘ einfach durchgezogen. Dieses Album ist eben in jeder Hinsicht mein Baby. Und wenn jeder Akkord, jede Zeile, jede Minute am Mischpult deine eigene Arbeit ist, dann ist das schon geil.
Prioritäten: Du kannst die Welt nicht in drei Tagen umdrehen, das habe ich jedenfalls in den letzten Jahren gelernt. Ich habe mich anfangs auf zu viele Dinge konzentriert, wollte auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Showcases in Berlin, Matura, Zivildienst, enorm harte Studioarbeit in Wien … irgendwann ist die Luft raus. Im letzten Jahr hab ich mich nur mehr auf die Musik konzentriert. So kann es gerne weiter gehen.

Pop:
Ich bezeichne mich ja selbst gerne als Popschlampe und ich habe überhaupt kein Problem damit, Pop zu machen, solange er nicht einsilbig und platt oder zu Tode produziert ist. Es ist, gerade in Musikerkreisen, nicht immer einfach mit dem Pop-Label rum zu laufen. Du wirst sofort in eine Schublade gesteckt. Pop, das ist fast schon ein Schimpfwort in Österreich; das übrigens ja auch das einzige Land ist, in dem man zwischen zwei Hörergruppen unterscheidet: FM4 und Nicht-FM4-Hörer. Ich finde das ziemlich schräg.

Liebe:
Die beste künstlerische Triebfeder überhaupt, und zwar sowohl die glückliche als auch die unglückliche. Ohne die Liebe zu einer Frau und ohne den Verlust, der damit einherging, wäre ‚Beautiful But Incomplete‘ nicht entstanden.

Mut:
Kann man nicht kaufen, hat man oder nicht. Ich habe heute definitiv mehr davon, als ich selbst je geglaubt hätte. Mich hat es viel Mut gekostet, das Album letztendlich völlig in Eigenregie zu produzieren und auch in puncto Vermarktung und Management auf Support von den Labels zu verzichten. Als ich letztes Jahr die Förderung vom österreichischen Musikfonds bekommen habe – und das ohne einen Plattenlabel- Deal – war das der vielleicht entscheidendste Selbstbewusstseins-Boost überhaupt.

Morgen:
Aufstehen und beim ersten Kaffee gleich nochmal das fertige Album durchhören. Ich bin mit dem Ergebnis echt wahnsinnig zufrieden, obwohl es da natürlich immer diesen Moment gibt, wo man sich denkt: Das wäre noch besser gegangen. Aber immer noch besser sein zu wollen ist nicht das Verkehrteste, zumal das Aktuelle ja nicht das einzige Album bleiben wird.

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